Keltische Tattoos - kostenlose Motive und Designs aus der Galerie



Tattoos Keltisch
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Bis heute dienen keltische Ornamente als beliebte Motive für Tattoos. In früheren Zeiten wandten die kriegerischen Kelten die Körperbemalung an, um ihre Gegner abzuschrecken und durch die Bedeutung der einzelnen Ornamente ihre Persönlichkeit darzustellen.

Die keltischen Körperbemalungen kombinieren künstlerische mit kriegerischen Eindrücken. So bemalten einige keltische Stämme wie die Briganten und die Pikten aus Nordengland und Schottland ihre Körper mit blauen Mustern, um dann in die Schlacht zu ziehen und ihre Gegner einzuschüchtern.

Die am weitesten zurück reichende Quelle über die keltische Körperkunst war Cäsar, der im 1. Jahrhundert v. Ch. in seinem gallischen Krieg bekannt gab, dass sich alle Briten mit blauer Farbe bemalen. Bestätigt wird dies einige Zeit später durch die Schriften von Plimius, Martial und Herodian. Allerdings gibt es erst aus dem 7. Jahrhundert n. Ch. die ersten Hinweise über die Körperbemalung der Pikten. Es ist möglich, dass sich zunächst alle Briten bemalten und im Zuge der Romanisierung nach und nach darauf verzichteten, bis schließlich nur noch die Pikten in den nördlichen Gebieten Englands die Tradition weiterführten, während die Schotten die Körperkunst gar nicht kannten. Eventuell hat Cäsar die Kultur der Pikten auch auf ganz Britannien bezogen, obwohl sich ausschließlich die Pikten und nicht alle Briten bemalten. Dass die Überlieferungen so lückenhaft sind und so viele Fragen aufweisen kann also viele Gründe haben.

Tattoo-Motive der keltischen Körperkunst



Die Kelten benutzten eine umfassende Vielfalt verschiedener Ornamente für ihre Körperkunst als Tattoo. Laut Herodian verwendeten die Kelten in Nordbritannien vor allem Tiermotive. Um diese nicht zu verbergen und somit die Wirkung aufzuheben verzichteten sie auf Kleidung. Es gibt jedoch auch Hinweise aus den Jahrhunderten v. Christus, dass die Kelten neben den Tiermotiven auch Ornamente wie Treppen- und Spiralmuster und Darstellungen von Menschen verwendeten. Zwar wird angenommen, dass zu spirituellen Zwecken auch Bilder aus der Natur benutzt wurden, Beweise gibt es hierfür jedoch keine. Im Gegensatz zu den Tiermotiven, für die es zahlreiche Beispiele gibt. Eine besonders große Bedeutung musste der stilisierte Stier haben, der in einen Felsen in Burghead eingemeißelt ist. Die Wiederholungen der Tattoo-Motive traten über eine lange Zeit immer wieder unverändert auf, so auch in den meisten heiligen Schriften Nordbritanniens und Irlands. Beliebt waren offenbar auch Motive von Vögeln und Hunden, wobei es keine ausreichenden Beweise für die Annahme gibt. Gründe dafür könnten sein, dass die Motive auf Stein, Holz und menschliche Körper aufgemalt wurden und somit vergänglich sind. 400 n. Ch. brachte das erste christliche Moncheum so viel Reichtum, dass es möglich war eine Gruppe von Leuten ausschließlich mit der Kunst zu beschäftigen. Als die finanziellen Mittel der keltischen Klöster schrumpfte, verschwand die keltische Kunst innerhalb von 1000 Jahren und war nichtmal mehr im christlichen Reich zu finden. Allerdings entwickelten die Wikinger einen ähnlichen Stil wie die Kelten, indem sie ebenfalls die Flechtwerktechnik anwandten und Darstellungen von Vögeln und Schlangen als beliebte Motive auswählten.

Keltische Tattoos heute



keltische Ornamente als Tattoo
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Erst während des 19. Jahrhunderts wurde aus archöologischen und geschichtlichen Gründen das Interesse an der keltischen Körperkunst wieder geweckt.

Der Auslöser für die moderne Vorliebe für die außergewöhnlichen Körperbemalungen war das Buch "Celtic Art - Methods of Construction", das 1951 von George Bain veröffentlicht wurde. Seitdem nahm das Interesse stetig zu, sodass seit den 70er Jahren keltische Ornamente zu beliebten Tattoo Designs für Tätowierungen wurden. Während man anfangs noch auf Tattoo Motive aus dem Buch von Bain zurückgriff, entwerfen Tätowierer mittlerweile auch eigene, komplexe Muster. Der Tattoo Trend mit keltischen Ornamenten setzt sich weltweit fort, in jedem Tattoostudio werden einzigartige Ornamente, Motive, Vorlagen und Designs angeboten. Besonders beliebt sind vor allem Muster, die Blitze oder gezackte Linien darstellen, wobei viele verschiedene Stilrichtungen mit einbezogen werden. Die Tradition und die Kultur der keltischen Körperkunst wird also auf moderne Weise weitergeführt.


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