Portrait Tattoos - tolle Motive, Designs und Ideen



Portrait Tattoo
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Während das Tätowieren an sich so alt ist, wie es Menschen gibt, wurde die Portrait-Tätowierung erst Anfang der 80iger Jahre populär. Zunächst von Menschen, die von einem geliebten Menschen über längere Zeit getrennt waren, haben sich das Gesicht desjenigen mit eher primitiveren Mitteln selbst eintätowiert oder eintätowieren lassen.

Mitunter werden neben einem Portrait auch ganze Körper fotorealistisch mit der heute angewendeten Fineline-Tätowierung dargestellt. Ein Tattoo-Portrait ist eine hundertprozentige Wiedergabe von einer Vorlage z.B. einem Foto (Realistic-Tattoos). Die große Herausforderung für den Tattoo-Artisten liegt darin, kleinste Details wie feine Linien, Gesichtszüge zu erkennen, den Ausdruck zu erfassen und umzusetzen.

Nicht nur eingefleischte Tattoo-Fans lassen sich das Bild ihres Traumpartners oder ihres Ehepartners eintätowieren. Sie wollen gegenseitige innige Verbundenheit und Liebe ausdrücken, wenn beide Partner das jeweilige Gesicht des anderen tragen. Die Freude und Dankbarkeit über ein endlich geborenes Wunschkind kann einen Menschen dazu veranlassen, das erste gemachte Polaroid-Foto für immer und ewig auf der Haut tragen zu wollen. Oftmals sogar mit Namen und Geburtsdatum. Andere Väter oder Mütter haben bereits ihren ganzen Nachwuchs auf der Haut verewigt.

Tattoos mit realistischen Portraits



Auch der Verlust eines Menschen kann den Wunsch nach solch einem Tattoo auslösen (Memorial-Tattoo).

Memorial- oder Erinnerungs-Tattoos können helfen, den schmerzlichen Verlust zu ertragen und zu bewältigen. Auch Schuldbewusstsein in diesem Zusammenhang lässt sich für manche Menschen durch ein Erinnerungs-Tattoo besser verarbeiten. Oftmals sieht man auch Katzen, Hunde, Pferde, Vögel oder andere Tiere an Armen, Beinen oder auch anderen Körperstellen, die für den Träger eine gleiche Bedeutung haben, als wäre es eine geliebte Person.

Für andere wiederum ist es wichtig, ein Idol auf der Haut zu tragen. Es kann z.B. ein Popstar sein, der für einen Zeitabschnitt im Leben des Menschen steht. Selbst wenn die Musikrichtung später einmal wechselt, wird der Träger immer an diese Zeit erinnert, denn er möchte sich erinnern. Auch wenn diese Zeit nicht so schön war, für ihn hat diese Musik und die Texte dieses Popstars über vieles hinweg geholfen, ihn getröstet und aufgemuntert.

Tattoo-Motive mit Portraits von geliebten Menschen



Tattoo mit Kinder-Portrait
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Wie ein neuzeitliches Idol können aber auch historische Figuren aus Mythen, Legenden und Sagen wie Helden oder Bösewichte als Vorbilder dienen. Mit Helden wird Furchtlosigkeit, Stärke und Mut verbunden, wie sich der Mensch gerne sehen möchte. Ebenso werden auch aus religiöser Überzeugung Heiligenbilder zu Tattoo-Portraits. Die Zugehörigkeit zum Christentum wird durch ein Jesus- oder Madonnenbild so für jeden sichtbar zum Bekenntnis.

Die Liebe zu einem fremden Land, deren Kultur und ihren Menschen können solch prägnanten Eindruck hinterlassen, dass jemand z.B. eine bestimmte Landschaft zusammen mit einer ganz bestimmten Person in Form eines Tattoos von einem Tattoo-Artisten anfertigen lässt. Für Freunde ist ein solches Tattoo ebenso ein Zeichen der Verbundenheit und Innigkeit. "Du wirst unvergessen sein und ich nehme Dich überall hin mit - bis ins Grab". Dies ist der Wunsch des Trägers, das Bild eines geliebten Wesens stets bei sich zu tragen.

Für sich selbst aus dem Tattoo Freude und Trost holen, Beistand und Mut, Hoffnungen und Wünsche, Sehnsüchte und sogar Glücksmomente - durch die Erinnerung und zwar zu jeder Zeit, in jedem Moment. Die Erinnerung erzeugt Identifikation, Identifikation erzeugt wiederum Nähe. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Erinnerung an längst vergangene Zeiten knüpft, etwas vor ein paar Tagen oder Wochen passiert ist oder sich etwas wiederholen wird. Niemand kann einem diese Erinnerung weg nehmen, weil das Bild ja stets präsent ist.

Die Motivation, dass sich jemand ein Portrait-Tattoo stechen lässt, ist wohl so vielfältig, wie es Geschichten im Leben der Menschen gibt. Für den einen kann die Motivation ein besonderes Erlebnis, für den anderen ein tragisches Ereignis sein. Deshalb findet man auch immer Menschen, die ganze Bilder-Stationen ihres Lebens unter die Haut stechen lassen.


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